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Wie lassen sich Salonorganisation, Kundenservice und Wirtschaftlichkeit besser unter einen Hut bringen? Dieser Frage widmete sich das Webinar „Tradition trifft Digitalisierung“, in dem Phorest gemeinsam mit Friseurunternehmer Daniel Schwefel praxisnahe Einblicke in den digitalisierten Salonalltag gab.
Daniel Schwefel, Inhaber mehrerer Salons in Brandenburg, berichtete offen von seinem Weg vom klassischen Terminbuch zur vollständig digitalen Arbeitsweise. Dabei wurde schnell klar: Digitalisierung bedeutet nicht, das Handwerk zu ersetzen, sondern den Rücken freizuhalten und mehr Zeit für Team, Kund:innen und unternehmerische Entscheidungen zu ermöglichen.
An konkreten Beispielen zeigte Silke Hecht-Späth (Head of Partnerships & Enterprise bei Phorest), wie strukturierte Terminzeiten, zentral gepflegte Kundendaten und mobile Zugriffsmöglichkeiten den Alltag im Salon erleichtern können. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam die Online-Terminbuchung: Ein Großteil der Buchungen erfolgt außerhalb der Öffnungszeiten: Der Salon bleibt also erreichbar, auch wenn niemand ans Telefon gehen kann. Auch das Thema No-Shows spielte eine zentrale Rolle. Durch automatische Erinnerungen und Anzahlungen lassen sich Ausfälle deutlich reduzieren, gerade zu Stoßzeiten.
Das Webinar lebte vom Austausch: Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu teilen und konkrete Fragen aus dem Salonalltag zu stellen. Das große Interesse und der Wunsch nach einer Fortsetzung zeigten, wie relevant das Thema Digitalisierung für die Haar- und Beautybranche inzwischen ist. Digitale Lösungen können Salons dabei helfen, organisierter, entspannter und wirtschaftlich stabiler zu arbeiten: Vorausgesetzt, sie werden als Unterstützung verstanden und sinnvoll in den Alltag integriert.
Die Salons Schwefel Friseure im Oderlandkreis zeichnen sich vor allem durch eins aus: ihre Jahrhundertelange Tradition. Auf über unglaubliche 225 Jahre Friseurdynastie kann die Friseurfamilie zurückblicken. Mit der langen Geschichte geht eine unbedingte Verpflichtung zur höchsten Qualität einher, denn nur durch den Willen sich permanent neu zu erfinden, kann ein Familienbetrieb so viele Jahre erfolgreich bestehen.
Kein Wunder, dass die beiden Salons Schwefel Friseure in Wriezen und Neutrebbin heute zu den besten Salons Deutschlands zählen und dabei stets ihrer Tradition verpflichtet bleiben. In den zwei Salons leben 14 Mitarbeiter täglich die Liebe zum Handwerk. Daniel Schwefel (46) führt das Unternehmen in siebter Generation und hat einen klaren Wandel hin zu Qualitätssteigerung vollzogen.
Dafür hat der Friseurmeister, der nun seit vierzehn Jahren die Zügel in der Hand hält, die Unternehmensstruktur neu aufgeteilt. Die Mitarbeiter sind in Teams aufgeteilt mit klar definierten Aufgabenbereichen und einer zweiten Führungsebene: Das Führungsteam, das Abläufe optimiert und strategisch steuert, das Intercoiffure / Fondation Guillaume Team, das sich mit allen Fragen zur Aus- und Weiterbildung befasst, das Kreativteam, bei dem sich alles um Events, Shows und Fachliches dreht und das Serviceteam, das nur eins im Blick hat: den perfekten Service und das rundum Wohlfühlpaket für die Kunden.

Mit der Trockenlegung des Oderbruchs im Jahre 1754 und der Ansiedlung von Familien, die verschiedene Berufe ausübten, entstand ein neuer Landstrich östlich vor dem heutigen Berlin. Am 17. Juni 1776 heiratete der Kolonist Johann-Heinrich Schwefel, Wirtig zu Neutrebbin und wurde hier ansässig. Der älteste Sohn, Johann-Jacob Schwefel geb. 1777, ging dem Berufszweig Barbier in Neutrebbin nach. Der angenommene Gründungsmonat des Salons ist Juli 1797. So entstand eine Familientradition in Neutrebbin, die bis zum heutigen Tage gelebt wird.
1797 Johann Jakob Schwefel arbeitet als Barbiere in Neutrebbin und legt den Grundstein für das Unternehmen Schwefel Friseure
1842 Übernahme durch August Ferdinand Schwefel
1890 Übernahme Albert Ernst Schwefel
1894 Karl & Paul Friedrich Schwefel gehen nach England und gründen in London ein Friseurgeschäft
1900 Übernahme Karl Schwefel
1910 Eintritt Ernst & Hertha Schwefel
1939 Übernahme Werner Schwefel
1942 Eintritt Herbert Schwefel
1949 Eintritt Lotte Schwefel
1983 Barbara Schwefel eröffnet den 1. Salon-Neutrebbin
1977 Übernahme Peter Schwefel
1994 Expansion mit 2. Salon in Wriezen 100 m²
1999 Meisterprüfung Daniel Schwefel mit 24 Jahren
2004 Vergrößerung auf 140 m²
2008 Übernahme durch Daniel Schwefel
2009 Salonumbau Neutrebbin
2010 Expansion 3. Salon Krankenhaus Wriezen
2011 Auszeichnung im Circle of Excellence
2013 Salonbau MEN Barber Salon
2014 Qualitäts-Zertifizierung Land Brandenburg
2015 Unternehmen mit ausgezeichneter Berufsorientierung
2016 Zukunftspreises des Landes Brandenburg
2017 Auszeichnung mit dem fmfm.de Artist Award
2018 Umbau des Stammhauses in Neutrebbin
2019 Neuausrichtung & Digitalisierung
2022 225 Jahre Jübiläum
Fotocredit: © Petra Hützen
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