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Fresh Prince – Europas Spezialist für moderne Afro-texturierte Haircuts

Der coolste Barber von allen

Der Afro Haircut Experte "Fresh Prince" frisiert einen Mann mit Afro Haaren

Winfried Nana Karkari, besser bekannt als Fresh Prince, zählt heute zu Europas renommiertesten Spezialisten für moderne Haircuts bei afro-texturiertem Haar. Bereits im Alter von 14 Jahren kaufte er sich seine erste WAHL Haarschneidemaschine. Nach seinem Grafikdesign-Studium absolvierte er sowohl die Friseur-, als auch die Meisterausbildung und machte sich 2015 selbstständig. 

Fresh Prince gehört seit Jahren zum internationalen Education Team von WAHL Professional und hat bereits zwei Mal aktiv bei der globalen Future Wahl Future Makers Collection in Los Angeles mitgearbeitet. Heute betreibt er den Barbershop „Hair Jordan“ in Düsseldorf – ein Barbershop-Konzept, das seine Passion perfekt vereint: Barbering, Sneaker-Kultur, Lifestyle und Musik.

Neben seinem Salon ist Fresh Prince europaweit gefragt und arbeitet mit bekannten Sportlern und Künstlern zusammen. Mit seinem Expertenwissen rund um Afro-Haarstrukturen gilt er als eine der wichtigsten Stimmen der neuen Barber-Generation in Deutschland.

Welche Faktoren spielen bei der Arbeit mit stark texturiertem oder gelocktem Haar eine zentrale Rolle?

Zuerst spielt eine Rolle, ob das Haar nass ist oder trocken. Nasses Haar verhält sich komplett anders. Gerade bei glattem Haar sieht man das sofort: Sobald es nass ist, wird es glatt.

Bei Locken oder krausem Haar verändert sich die Form und Struktur je nach Zustand – nass oder trocken – aber deutlich stärker. Deshalb muss man genau unterscheiden, um welche Art von Locken oder Krause es sich handelt. Es gibt sehr kleine, starke Krausen bis hin zu großen, weichen Locken. Man ordnet diese Strukturen oft in Kategorien ein, wie zum Beispiel 4a oder 3c. Davon gibt es sehr viele.

Welche Werkzeuge sind für präzise Übergänge und klare Konturen bei Afro-texturierten Haarstrukturen unverzichtbar?

In erster Linie braucht man einen Afrokamm – der ist das Fundament, denn das richtige Auskämmen ist entscheidend. Für klare Konturen ist der Wahl Detailer Li unverzichtbar.

Bei Fades und präzisen Übergängen würde ich vor allem den Wahl Black Cordless Magic Clip empfehlen mit DLC Blade, weil dieses Messer meiner Meinung nach super sauberere und weichere Übergänge ermöglicht. Auch die Wahl Legend macht bei Afrohaar sehr viel Sinn, und um große Haarmengen effizient zu kürzen, ist der WAHL Super Taper super geeignet. Speziell bei Übergängen würde ich bei der Kombination aus Black Magic Clip und eventuell dem Senior bleiben. Für saubere Konturen verwende ich auf jeden Fall den WAHL Detailer LI.

Welche typischen Fehler beobachtest du häufig, wenn mit Afro-Haarstrukturen gearbeitet wird?

Ein typischer Fehler ist, dass das Auskämmen vernachlässigt wird. Bei Afrohaar besteht der Schnittprozess aus Auskämmen und In-Form-Schneiden. Wir arbeiten nicht mit klassischen Passés, die wir in bestimmte Winkel ziehen. Unser wichtigstes Werkzeug ist tatsächlich der Afrokamm, und der muss während des gesamten Prozesses immer wieder eingesetzt werden. Das heißt: Nachdem man das Haar einmal in Form geschnitten hat, muss man es erneut auskämmen – so lange, bis sich die Struktur oder die Form, die man kreiert hat, nicht mehr verändert. Was ich häufig beobachte: Es wird einmal ausgekämmt, dann geschnitten, danach ausgewaschen – und der Kunde geht nach Hause, kämmt sich die Haare erneut und merkt plötzlich, dass manche Stellen viel länger sind als andere. Dieses Problem entsteht fast immer dadurch, dass man sich nicht genügend Zeit für die Vorbereitung nimmt, insbesondere für das gründliche, wiederholte Auskämmen.

Wie unterscheiden sich die Fading-Techniken bei dichten, lockigen Haarstrukturen von denen bei glattem Haar?

Grundsätzlich kann man alle Fading-Techniken bei beiden Haarstrukturen anwenden – also sowohl bei lockigem, dichtem Haar als auch bei glattem Haar. Ich würde nicht sagen, dass sich die Techniken selbst stark unterscheiden. Der einzige Bereich, in dem es wirklich Unterschiede gibt, ist die Verbindung zwischen dem Deckhaar und dem Fade. Bei beiden Strukturen kann man hier mit Clip-over-Comb arbeiten. Bei glattem Haar wird allerdings viel häufiger zusätzlich mit der Schere gearbeitet, um bestimmte Winkel miteinander zu verbinden. Theoretisch könnte man auch dort – komplett mit Maschine-über-Kamm arbeiten. Der klare Unterschied liegt im In-Form-Schneiden:

Bei glattem Haar funktioniert diese Technik nicht so gut. Bei Afrohaar dagegen kann man sogar den Fade selbst „in Form schneiden“ und die Verbindung zum Deckhaar komplett freehand herstellen. Alles andere – Maschine-über-Kamm, Arbeiten mit Aufsätzen, Blending – lässt sich bei beiden Haarstrukturen anwenden.

Welche Trends erkennst du aktuell beim Thema „Textured Hair“ – in Europa und international?

Aktuell sehe ich Trends, die in Richtung Mohawk gehen – auch im Afrobereich, oft kombiniert mit Burst Fades. Allerdings hängt das stark von der jeweiligen Szene ab.

In manchen Communities sieht man gerade mehr Langhaar, Dreads oder sehr individuelle Styles. Gleichzeitig ist der Down-Cut nach wie vor beliebt – ein Taper, bei dem alles relativ kurz und auf einer Länge gehalten wird und man über den Taper feine Akzente setzt.

Grundsätzlich geht der Trend aber Richtung länger oben, auch hinten länger, und oft eben Mohawk- oder Irokesen-inspiriert – aber getragen mit Locken oder mit dem Curl Sponge, also dem Schwamm. Was konstant bleibt: Die Seiten und der Schläfenbereich bleiben kurz, die Länge oben variiert.

Einen einzigen klaren Trend gibt es momentan nicht. Es gab Phasen, zum Beispiel die sehr starke „Bellingham-Frisur“, die inzwischen kaum noch gefragt ist. Im Moment bewegt sich der Trend eher in Richtung länger, besonders oben und hinten, und eben mehr in diese Iro-/Mohawk-Richtung.

Fotocredit: © WAHL Professional @wahlproeurope @byfreshprince

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