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Digitalisierung

Wie digitale Tools den Salonalltag spürbar erleichtern können

Tradition trifft Digitalisierung

Digitalisierung im Friseursalon. Werbeplakat mit Foto von Daniel Schwefel

Wie lassen sich Salonorganisation, Kundenservice und Wirtschaftlichkeit besser unter einen Hut bringen? Dieser Frage widmete sich das Webinar „Tradition trifft Digitalisierung“, in dem Phorest gemeinsam mit Friseurunternehmer Daniel Schwefel praxisnahe Einblicke in den digitalisierten Salonalltag gab.

Daniel Schwefel, Inhaber mehrerer Salons in Brandenburg, berichtete offen von seinem Weg vom klassischen Terminbuch zur vollständig digitalen Arbeitsweise. Dabei wurde schnell klar: Digitalisierung bedeutet nicht, das Handwerk zu ersetzen, sondern den Rücken freizuhalten und mehr Zeit für Team, Kund:innen und unternehmerische Entscheidungen zu ermöglichen.

An konkreten Beispielen zeigte Silke Hecht-Späth (Head of Partnerships & Enterprise bei Phorest), wie strukturierte Terminzeiten, zentral gepflegte Kundendaten und mobile Zugriffsmöglichkeiten den Alltag im Salon erleichtern können. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam die Online-Terminbuchung: Ein Großteil der Buchungen erfolgt außerhalb der Öffnungszeiten: Der Salon bleibt also erreichbar, auch wenn niemand ans Telefon gehen kann. Auch das Thema No-Shows spielte eine zentrale Rolle. Durch automatische Erinnerungen und Anzahlungen lassen sich Ausfälle deutlich reduzieren, gerade zu Stoßzeiten.

Das Webinar lebte vom Austausch: Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu teilen und konkrete Fragen aus dem Salonalltag zu stellen. Das große Interesse und der Wunsch nach einer Fortsetzung zeigten, wie relevant das Thema Digitalisierung für die Haar- und Beautybranche inzwischen ist. Digitale Lösungen können Salons dabei helfen, organisierter, entspannter und wirtschaftlich stabiler zu arbeiten: Vorausgesetzt, sie werden als Unterstützung verstanden und sinnvoll in den Alltag integriert.

Schwefel Friseure
seit 1797

Die Salons Schwefel Friseure im Oderlandkreis zeichnen sich vor allem durch eins aus: ihre Jahrhundertelange Tradition. Auf über unglaubliche 225 Jahre Friseurdynastie kann die Friseurfamilie zurückblicken. Mit der langen Geschichte geht eine unbedingte Verpflichtung zur höchsten Qualität einher, denn nur durch den Willen sich permanent neu zu erfinden, kann ein Familienbetrieb so viele Jahre erfolgreich bestehen.

Kein Wunder, dass die beiden Salons Schwefel Friseure in Wriezen und Neutrebbin heute zu den besten Salons Deutschlands zählen und dabei stets ihrer Tradition verpflichtet bleiben. In den zwei Salons leben 14 Mitarbeiter täglich die Liebe zum Handwerk. Daniel Schwefel (46) führt das Unternehmen in siebter Generation und hat einen klaren Wandel hin zu Qualitätssteigerung vollzogen.

Dafür hat der Friseurmeister, der nun seit vierzehn Jahren die Zügel in der Hand hält, die Unternehmensstruktur neu aufgeteilt. Die Mitarbeiter sind in Teams aufgeteilt mit klar definierten Aufgabenbereichen und einer zweiten Führungsebene: Das Führungsteam, das Abläufe optimiert und strategisch steuert, das Intercoiffure / Fondation Guillaume Team, das sich mit allen Fragen zur Aus- und Weiterbildung befasst, das Kreativteam, bei dem sich alles um Events, Shows und Fachliches dreht und das Serviceteam, das nur eins im Blick hat: den perfekten Service und das rundum Wohlfühlpaket für die Kunden.

Daniel Schwefel –
Handwerker in siebter Generation

Mit der Trockenlegung des Oderbruchs im Jahre 1754 und der Ansiedlung von Familien, die verschiedene Berufe ausübten, entstand ein neuer Landstrich östlich vor dem heutigen Berlin. Am 17. Juni 1776 heiratete der Kolonist Johann-Heinrich Schwefel, Wirtig zu Neutrebbin und wurde hier ansässig. Der älteste Sohn, Johann-Jacob Schwefel geb. 1777, ging dem Berufszweig Barbier in Neutrebbin nach. Der angenommene Gründungsmonat des Salons ist Juli 1797. So entstand eine Familientradition in Neutrebbin, die bis zum heutigen Tage gelebt wird. 

Die 200-jährige Zeitreise
der Friseurdynastie Schwefel

1797 Johann Jakob Schwefel arbeitet als Barbiere in Neutrebbin und legt den Grundstein für das Unternehmen Schwefel Friseure

1842 Übernahme durch August Ferdinand Schwefel

1890 Übernahme Albert Ernst Schwefel

1894 Karl & Paul Friedrich Schwefel gehen nach England und gründen in London ein Friseurgeschäft

1900 Übernahme Karl Schwefel

1910 Eintritt Ernst & Hertha Schwefel

1939 Übernahme Werner Schwefel

1942 Eintritt Herbert Schwefel

1949 Eintritt Lotte Schwefel

1983 Barbara Schwefel eröffnet den 1. Salon-Neutrebbin

1977 Übernahme Peter Schwefel

1994 Expansion mit 2. Salon in Wriezen 100 m²

1999 Meisterprüfung Daniel Schwefel mit 24 Jahren

2004 Vergrößerung auf 140 m²

2008 Übernahme durch Daniel Schwefel

2009 Salonumbau Neutrebbin

2010 Expansion 3. Salon Krankenhaus Wriezen

2011 Auszeichnung im Circle of Excellence

2013 Salonbau MEN Barber Salon

2014 Qualitäts-Zertifizierung Land Brandenburg  

2015 Unternehmen mit ausgezeichneter Berufsorientierung

2016 Zukunftspreises des Landes Brandenburg

2017 Auszeichnung mit dem fmfm.de Artist Award

2018 Umbau des Stammhauses in Neutrebbin

2019 Neuausrichtung & Digitalisierung

2022 225 Jahre Jübiläum

Fotocredit: © Petra Hützen

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